Bevor Sie mit dem eigentlichen Abdichten beginnen, sollten Sie den Spalt zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk gründlich vorbereiten, denn nur auf sauberem Untergrund haftet das Kompriband dauerhaft. Entfernen Sie zunächst losen Putz, Staub und alte Dichtungsreste mit einer Drahtbürste oder einem schmalen Spachtel. Bei tiefen Fugen (mehr als zwei Zentimeter) empfiehlt es sich, den Spalt hinten mit einer PE-Rundschnur oder einem ähnlichen Füllmaterial zu hinterlegen, damit das Band nicht zu weit nach innen rutscht. Achten Sie darauf, dass die Fugenflanken trocken und fettfrei sind; bei feuchtem Wetter sollten Sie die Arbeiten verschieben, da das Klebeband sonst nicht richtig haftet. Messen Sie anschließend die Fugenbreite an mehreren Stellen, da alte Fenster oft unregelmäßige Spalte aufweisen. Kompriband ist in verschiedenen Breiten erhältlich und wird so gewählt, dass es im entspannten Zustand etwa ein gutes Stück breiter ist als der Spalt, damit es nach dem Einsetzen genügend Druck aufbaut.

Das Aufbringen des Bandes erfolgt am besten, bevor der Fensterrahmen endgültig montiert wird, doch auch bei bereits eingesetzten Fenstern können Sie das Material mit etwas Geschick nachrüsten. Schneiden Sie das Kompriband auf die Länge der jeweiligen Fugenkante zu und achten Sie darauf, dass es an den Ecken nicht geknickt wird, sondern sauber verläuft. Bei bereits montierten Fenstern ist es hilfreich, das Band an einer Kante anzukleben und es dann mit einem stumpfen Spachtel oder einem Falzbein Stück für Stück in den Spalt zu drücken, wobei Sie den Trägerstreifen schrittweise abziehen. Drücken Sie das Band gleichmäßig fest an, damit es vollflächig auf beiden Rahmenseiten aufliegt; ein späteres Nachbessern ist schwierig, da das Material nach dem Entfalten irreversibel expandiert. https://wohnrepo.de/ , dass das Band nicht verdreht wird und sich keine Luftblasen bilden, da diese später als Kältebrücken wirken und die Dichtwirkung beeinträchtigen. Für eine fachgerechte Ausführung sollten Sie das fenster abdichten unbedingt in einem Arbeitsgang durchführen und die einzelnen Bahnen an den Ecken überlappen lassen, um keine Lücken zu riskieren.
Nach dem Einlegen müssen Sie dem Kompriband Zeit geben, um sich vollständig auszudehnen; das geschieht in der Regel innerhalb weniger Stunden, kann bei kühlen Temperaturen aber auch einen Tag dauern. Prüfen Sie nach dieser Wartezeit den Sitz des Bandes, indem Sie vorsichtig mit dem Finger über die Fuge streichen: Das Material sollte jetzt prall und leicht federnd zwischen Rahmen und Mauerwerk sitzen, sodass keine Zugluft mehr spürbar ist. Sollten sich dennoch einzelne Bereiche nicht vollständig gefüllt haben, können Sie hier zusätzlich einen Streifen Kompriband einsetzen, wobei Sie die alte Schicht leicht einkerben. Abschließend können Sie die äußere Fuge mit einem dauerelastischen Dichtstoff auf Acrylbasis überstreichen, um das Band vor UV-Strahlung und Witterung zu schützen; dieser Schritt ist besonders an Süd- und Westseiten wichtig. So bleibt Ihr fenster abdichten dauerhaft effektiv, und Sie vermeiden sowohl Energieverluste als auch Feuchteschäden im Mauerwerk. Vergessen Sie nicht, den Spalt oberhalb des Rahmens nicht zu vernachlässigen, da dort warme Luft aufsteigt und der Zug oft am stärksten ist; eine regelmäßige Kontrolle alle paar Jahre gehört zu einem guten Unterhalt, auch wenn das Kompriband eine Lebenserwartung von vielen Jahren hat, wenn Sie es korrekt eingebaut haben.